Aus der Geschichte der Buchdruckerei:

1888 Bruno Schreiber und Max Reichel aus Olbernhau kaufen die kleine Buchdruckerei Lange in der Unteren Hauptstraße von Burkhardtsdorf, gegenüber Roschers Gaststätte. Sie wollen eine eigene Ortszeitung herausgeben. Am 10. April erscheint die erste Ausgabe der „Burkhardtsdorfer Zeitung“. Die Herstellung der Zeitung erfolgt auf einer alten Handpresse.

1890 Die Druckerei wird fortan von Bruno Schreiber allein betrieben. Die Betriebsräume sind zu eng geworden, es erfolgt der Umzug in die heutige Uferstraße 1.

1913 Um seinen Betrieb weiter ausbauen zu können, kauft Bruno Schreiber den ehemaligen Betsaal der Methodisten in der heutigen Unteren Hauptstraße 11 als neues Produktionsgebäude. Neben der Zeitung und anderen Drucksachen wird in der folgenden Zeit der Inflation auch so genanntes Notgeld hergestellt.

1932 Bruno Schreiber stirbt, seine Frau Aurelie, Sohn Gerhard und Tochter Johanne führen den Betrieb weiter.

1941 Die „Burkhardtsdorfer Zeitung“ wird nach Beginn des Zweiten Weltkrieges eingestellt. 5 Jahre später kommt das Aus für den restlichen Druckbetrieb.

1950 Johanne und Gottfried (Sohn von Gerhard) Schreiber bringen die Buchdruckerei wieder in Betrieb.

1955 Aurelie Schreiber stirbt, die Enkel Gottfried und Walter erben den Betrieb. Geführt wird er von Gottfried Schreiber und dessen Frau Marianne.

1992 Die Druckerei wird wegen mangelnder Aufträge geschlossen und ging in den Besitz der Gemeinde über.

2000 Mitglieder des Geschichts- und Kunstvereins Burkhardtsdorf e.V. beginnen mit Hilfe von Gottfried Schreiber den Um- und Ausbau der Druckerei zu einem Museum.

2001 Am 9. September kann das Museum zum ersten Mal von den Bürgern des Ortes besichtigt werden.